20.02.2013

Mit Fußballaktien könne man kein Geld verdienen?

Es ist ein vielbeachtetes Standardargument, mit Fußballaktien könne man kein Geld verdienen. Dabei ist die Kernaussage, zahlreiche Fans hätten sich beim Börsengang von Borussia Dortmund im Jahr 2000 die Finger verbrannt, ein modernes Märchen. Diejenigen, die bei der Emission BVB Aktien gezeichnet haben, sind heute immer noch im Minus, sofern sie nicht schon längst Verluste realisiert oder nachgekauft haben. Aber es sind aus heutiger Sicht die wenigsten:

Wirtschafts Woche, 9.7.2012
Ballspiele an der Börse

Watzke schätzt den Anteil der BVB-Aktionäre der ersten Stunde nur noch auf rund ein Prozent.

Euro am Sonntag, 28.9.2013
Hans-Joachim Watzke: Aktionäre auf der Ersatzbank

Übrigens sind nach unseren Informationen mehr als 90 Prozent unserer Aktionäre im Plus, weil sie sich günstig eingedeckt haben.

Wikipedia
Der Verein platzierte 13,5 Millionen Aktien an der Börse, die netto einen Emissionserlös von 130 Millionen Euro einbrachten.

Frankfurter Allgemeine, dpa

Mehr als jedes zweite der rund 11 000 Vereinsmitglieder hat bereits vor Beginn der Preisfindungsspanne am 23. Oktober die Aktien gezeichnet.

Mittlerweile gibt es nach einigen Kapitalerhöhungen nunmehr aber 92 Millionen Aktien, zudem hat sich die Zahl der Vereinsmitglieder mehr als verzehntfacht (über 115.000 Mitglieder!).  


Der durchschnittliche Ausgabekurs lag zwar vor der letzten Kapitalerhöhung bei 4,98, allerdings gab es eine ausgeprägte Bodenbildung der Aktie bei einem Euro, die sich über 2 Jahre erstreckte, zudem wurde die Aktie 9 Jahre lang deutlich unter 4 Euro gehandelt, die Annahme von Watzke, nur ein Prozent der Aktionäre wären Aktionäre der ersten Stunde, scheint stichhaltig.

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